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52 Songs #7: Tanzen

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

die Aufholjagd geht weiter mit einem flotten Griff in meine durchaus vielfältige Musikkollektion. Und heute ist das Thema 7 der 52 Songs unter dem Stichwort “Tanzen” wie gemacht für die korrekte Selbsteinschätzung.

Es ist doch einfach so. Man sollte wissen, was man kann, oder eben auch nicht kann. Bei mir gehört Tanzen zu den Dingen, die mir nicht in die Wiege gelegt wurden. Das mag darin begründet sein, daß ich mich früh schon vornehmlich den geistigen Ansprüchen gewidmet habe und meine körperlichen Talente ansonsten bei durchaus vorhandenem Rhythmusgefühl entweder fürs wirklich Filigrane oder eben grobmotorische geeignet sind. Macht nichts, denn man kommt auch so durchs Leben. Wenn man nicht ganz hinter den Kulissen einer Veranstaltung werkelt, so bleibt einem noch der Weg hinter das DJ Pult oder den Tresen, wo man wunderbar kommunikativer Anlaufpunkt bleibt und etwas her macht. Das ist wohl in etwa so, wie ich im Fußball meist im Tor stand, oder mich gemütlich der Verteidigung widmete (übrigens hege ich an Fußball noch weniger Interesse als am Tanzen).
Nur manchmal, da gibt es dann doch diesen Moment der Ausgelassenheit, des privaten Vergnügens, wo man eigentlich nicht um rhythmische Bewegungen zur Musik herum kommt. Wenn man sich nun nicht in die bewußte Überzeichnung des unfähigen Körperausdrucks flüchten will, dann tut man, wie in diesem Song geheißen, wo die Macker versuchen im Takt zu nicken. Der Barmann schüttet einen Drink zusammen, so daß man noch eine Nebenbeschäftigung und ein Argument hat, warum man sich lediglich dezent zu den wummernden Klängen des Tanzsalons wiegt. Letztlich sind es meist die Frauen, die ihren gut gedeckten Tisch in Wallung bringen. Sie scheinen wie gemacht dafür zu sein, sich lasziv zu unterschiedlichsten Stilistiken zu verbiegen, Bug und Heck zu schütteln und dabei immer alle Blicke auf sich zu ziehen.
In diesem kochenden Kessel verschwitzt tobender Leiber bin ich vielleicht der ruhigste Pol, doch in mir trage ich genug Feuer, um das Spiel um mich herum genießen zu können. Ich bin die Pole für ihren Dance, wenn sie etwas benötigt, an dem sie sich reiben kann. Immerhin gelingt es mir, dabei cool aus der Wäsche zu schauen, wenngleich, das gebe ich ja zu, ich mich in einem Tanztempel immer fehl am Platze vorkommen werde. Deshalb sind die unzähligen durchaus tanzbaren Nummern in meiner Playlist eher von dieser Art, daß man sich nicht zum Aufspringen genötigt sein muß. Nur einer bringt meine Tanzhaltung mit explosiv heißen Vibes zusammen und dieser Interpret ist tatsächlich auch einer der wenigen deutschen Künstler, die mich mit ihrem Sprechgesang soweit packen, daß ich mir ganz bewußt das Album, welches diesen so unwiderstehlichen Namen trägt, zulegte.

Schüttel deinen Speck
Interpret: Peter Fox
Album: Stadtaffe

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